18:00
Ich habe euch jahrelang belogen.
Seit 1998 habe ich regelmäßig gedopt. Ich habe es gemacht, weil es möglich war. Teilweise habe ich es selbst genommen, oft wurde es mir verabreicht.
18:02
Im gesamten Team wurde damals systematisch gedopt. Ich habe niemals jemanden betrogen. Jeder hat es damals gemacht. Auch heute ist es noch an der Tagesordnung. Es ist ein krankes System.
18:03
Ich bin stolz auf das Gelbe Trikot, denn ich habe hart dafür gearbeitet. Es ist mir jetzt aber nichts mehr wert. Es liegt in meinem Schrank, ihr könnt es euch holen, wenn ihr wollt.
18:04
In den letzten 4 Wochen war ich sauber. Vorgestern habe ich mich wieder aktiv um Doping bemüht. Ich bin rückfällig geworden und werde auch in Zukunft dopen.
18:06
Frage eines Journalisten: Gibt es schon eine Reaktion Ihres Teams?
robikaseb: Nein. Ich habe an der Garderobe mein Leben abgegeben und es in Eure Hände gelegt. Es wird Konsequenzen geben. Das akzeptiere ich. Ob meine Erfolge (gemeint sind die Rennen am 1. Mai der letzten 10 Jahre, Anm. d. Red.) noch vor Gericht Bestand haben, ist eines meiner geringeren Probleme. Mein Ziel war, mit meinem Team die Rad-WM 2007 in Stuttgart zu erleben. Welche Folgen das nun für mich hat, wird man sehen. Das war eine Bauchentscheidung, hier auszupacken. Ich habe mich mit keinem Anwalt unterhalten. Es wird nun einige Gespräche gegen.
18:08
Ich denke, das Veltina-Team wird sich neu erfinden. Dafür gibt es nach 1998 wieder allen Grund!
2007-05-28
Stellungnahme von robikaseb
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4 Kommentare:
WIr vom Veltina-Team haben nie jemanden betrogen. Wir waren kein einziges Mal nüchtern, wenn wir im Wettkampf waren. Das Bergtrikot - das könnte man ungedopt gar nicht erringen. Rookie of the year war natürlich schon mit vergleichbar geringen Mengen möglich - aber wer will das schon!
Ich hab damals auch gedopt. anders hätte man das ja niemals schaffen können. gut, es gab die riesentalente, die sich auch ohne doping danebenbenommen haben, aber ich hätte das ohne alk niemals schaffen können. außerdem war die saison extrem lang, los gings an sylvester (legendär: römerle/wernau), geendet hat es im weihnachtsei, dazwischen trainingslager. auf dauer macht das der körper einfach nicht mit. dann hab ich eben auch zur pulle gegriffen.
Ich, der ich jahrelange dieses Team als Teamchef mitaufgebaut habe (ok bin in letzter Zeit etwas abstinenter gewesen), muss an dieser Stelle harsche Kritik üben: Es ist zwar gerade total "in", auf den Offenbarungszug aufzuspringen, aber eins ist klar:
Der wahre Doper hält DICHT! Das war schon immer so. Und eins sollte auch klar sein: Das Radfahren gehört zum Doping wie die Suppe zum Salz. Und jetzt ran an den Koks!
Mich hat der Teamchef damals vor die Wahl gestellt: "Entweder Doping oder raus aus dem Team!"
Als Mitläufer bitte ich um Amnestie, damit ich meine Karriere fortsetzen kann. Ich trage auch schonungslos zur vollständigen Auflösung bei.
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